Was ist Menstruationsprekarität?

Die prekäre Menstruation ist seit der Gründung von Elia eines unserer Hauptanliegen. Wir haben bereits Slips an Organisationen und Menschen in Not gespendet. Das Thema Menstruationsbeschwerden wird immer häufiger diskutiert, vor allem in den sozialen Netzwerken. Viele von Ihnen fragen uns, worum es sich dabei handelt. Hier sind einige Informationen, die wir für Sie gesammelt haben!

Inhaltsverzeichnis

  • Was ist menstruelle Prekarität?
  • Wie kann man gegen menstruelle Prekarität vorgehen?


Was ist menstruelle Prekarität?

Menstruelle Prekarität ist die Schwierigkeit für Frauen, aufgrund fehlender Mittel Zugang zu hygienischen Schutzvorrichtungen zu haben. In Frankreich sollen sich 1,7 Millionen Frauen in dieser Situation befinden. In den meisten Fällen sind es arme Arbeiterinnen, Studentinnen, Frauen im Gefängnis oder Obdachlose, die ohne Monatsbinden auskommen müssen, weil sie sich diese nicht leisten können.

Notlösungen wie Toilettenpapier von öffentlichen Plätzen oder alte Zeitungen als Binden scheinen die einzige Möglichkeit zu sein, diese prekäre Situation zu überbrücken. Diese Lösungen stellen jedoch ein echtes Risiko für die Gesundheit der Frauen dar, sowohl physisch (Reizungen, Juckreiz, schwere Infektionen) als auch psychologisch (Verlust des Selbstvertrauens, Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung).

Wie kann man die prekäre Menstruation bekämpfen?

Um diese prekäre Menstruation zu bekämpfen und Frauen in Not zu helfen, gibt es einige Lösungen. Wir denken dabei insbesondere an den Verein Règles Elémentaires die Sammlungen von Produkten für die Intimhygiene organisiert, die sie dann dank eines Partnernetzwerks kostenlos an bedürftige Frauen weitergibt. Dieser Verein will auch für das Thema sensibilisieren, um das Tabu der Menstruation zu brechen, das noch immer um dieses natürliche Phänomen herrscht.

Nach demselben Prinzip verpflichten sich einige Universitäten und Studentenvereinigungen, kostenlos periodische Schutzvorrichtungen an Studentinnen zu verteilen, so z. B. die Universität Lille und die Universität Rennes 2. Letztere möchte außerdem in den Damentoiletten kostenlose Spender für Monatsbinden aufstellen, eine Idee, die auch an der Sorbonne umgesetzt wird. Es gibt noch weitere Alternativen für Studentinnen: Die Mutuelle des Etudiants erstattet ihren Mitgliedern 20 bis 25 Euro pro Jahr für den Kauf von Hygieneeinlagen. All dies dient der Bekämpfung der prekären Menstruationssituation.

Auch auf Seiten der Regierung scheinen Fortschritte in Sicht zu sein. Am 12. Februar wurde angekündigt, dass ein Experiment an mehreren kollektiven Orten gestartet werden soll, um die menstruelle Prekarität zu bekämpfen. Dieses Projekt, das mit einem Budget von einer Million Euro ausgestattet ist, soll kostenlose Hygieneeinlagen an Frauen verteilen, die nicht über die Mittel verfügen, um für diesen Bedarf aufzukommen. Außerdem soll das Projekt Mädchen und Jungen ab der sechsten Klasse über die Menstruation aufklären. Darüber hinaus sollen Abgeordnete des Europäischen Parlaments die Schaffung eines Recyclingsystems für Binden empfohlen haben, da es in Europa derzeit nur eine einzige Recyclinganlage für Binden gibt.

Wenn dieses Experiment Früchte trägt, könnte Frankreich dem Beispiel Schottlands folgen, das als erstes Land seinen Schülerinnen kostenlos Tampons und Binden zur Verfügung stellt. Es bleibt abzuwarten...

Wenn Sie Ihre Menstruationshosen auf unserer Website kaufen, bitten wir Sie, alle nicht verwendeten Binden an Règles Elementaires zu schicken. Außerdem unterstützen wir regelmäßig ihre Kampagnen und Veranstaltungen!

Wir haben sogar den ersten Rechner für Einsparungen erfunden, sobald Sie einen Slip von Elia kaufen!